Speise-Morcheln (© Dirk Harmel)
Die heutige Exkursion beginnt in Lübars, führt durch die Auenlandschaft des Tegeler Mühlenfließes und endet in Hermsdorf. Start- und Zielpunkt sind jeweils an einer Bushaltestelle. Das Urstromtal im Norden der Stadt ist einer der wenigen Orte in Berlin-Brandenburg, wo es basische Kalkböden gibt. Entsprechend kommen dort Pilz- und Pflanzenarten vor, die in der Märkischen Sandbüchse sonst nicht zu finden sind. So wächst etwa die begehrte Speisemorchel nur auf Kalk, vorzugweise bei Eschen und die stehen hier ebenfalls. Auch wollen wir uns sogenannte Zeigerpflanzen, die uns den pH-Wert des Bodens verraten, anschauen. Hier finden wir u.a. den Gefleckten Aronstab, einen untrüglichen Basenzeiger und darüber hinaus wunderschön. Essbar ist er nicht, doch wenn man essbare Wildpflanzen sucht, dann sollte man ihn kennen, um ihn nicht mit Bärlauch zu verwechseln, was leider häufiger vorkommt. Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, treibt hier als invasiver Neophyt ebenfalls sein Unwesen. Zudem ist er phototoxisch und nicht leicht vom Wiesen-Bärenklau zu unterscheiden, der hingegen nicht nur essbar, sondern besonders lecker und wertvoll ist. Die Exkursion führt durch ein Naturschutzgebiet und dient nur der Lehre, hier darf nichts entnommen werden.