Gebirgsstelze (© Theodor Koch)
Mitte Mai nimmt zwar die Gesangsaktivität der Jahresvögel (Standvögel) deutlich ab, es singen jedoch die Zugvögel, die teilweise erst Anfang Mai zurückkommen, noch sehr intensiv. Deshalb konzentrieren wir uns bei dieser Führung früh am Morgen ganz auf Vogelstimmen. Dabei gibt es hier einige Seltenheiten, wie den Rohrschwirl, die Gebirgsstelze, die Wasserralle, die Schellente und eventuell sogar die in Berlin sehr seltene Weidenmeise. Kraniche, Pirol und Kuckuck sind wohl auch zu hören. Wir sind auch im Brutrevier vom Waldkauz. Die Tour endet an der Bushaltestelle Schildower Str. (Bus 220). Von hier sind es zu Fuß bis zum Ausgangspunkt am Zehntwerderweg 1,2 km nach Süden über das Tegeler Fließ.
Der Schwerpunkt dieser Führung liegt auf dem Bestimmen von Vögeln anhand ihrer Laute, ihres Verhaltens und der für die jeweilige Art notwendigen sog. Requisiten innerhalb ihres Lebensraums.Kennt man gut die Vogelstimmen, dann wird jeder Spaziergang zu einem Genuss, kann man sich doch innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über einen Teil der im Gebiet vorkommenden Vogelarten machen und auch einzelne Arten, die man nicht so gut sehen kann, schnell identifizieren. Um manche Arten sicher und schnell bestimmen zu können, ist es sogar notwendig die Stimme zu kennen, so z.B. bei den sog. Zwillingsarten, die sich vom Aussehen kaum unterscheiden(z.B. Wald- und Gartenbaumläufer, Sumpf- und Weidenmeise, Zilpzalp und Fitis, Nachtigall und Sprosser). Und sind die Vögel, die man beobachtet, stumm, so kann die Habitat Struktur, in der eine Vogelart "wohnt", ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung sein (z.B. Teich-und Sumpfrohrsänger).