Elektroauto (© Thanks for your Like • donations welcome, CC0, Pixabay)

Mittwoch, 30. Oktober 2019
|
19:00 - 21:00 Uhr

Skandal Autoindustrie - Scheinlösung Elektromobilität

Ziel: Vergesellschaftung der Autokonzerne
Vortrag
Pankow
Erwachsene

Seit 50 Jahren behauptet die Autoindustrie, es gäbe eine innere Reform der Autogesellschaft: mit Katalysator, mit spritsparenden Autos ("Swatch-Car"), mit "Biosprit". Jetzt also das Elektroauto. Dabei ist die CO2-Bilanz eines E-Autos über seinen Lebenszyklus hinweg kaum besser als die eines Autos mit (sparsamem) Verbrennungsmotor. Und es gibt neue Probleme: E-Autos sind meist Stadtautos und dabei Zweitwagen. Pro Lithium-Batterie werden gewaltige Mengen Wasser verbraucht. Kobalt ist knapp und mit Kinderarbeit verbunden. Die Entsorgung der Batterien ist völlig ungeklärt. Eine flächendeckende Ladestruktur würde große Milliardenbeträge kosten. Der Flächenverbrauch eines E-Pkw ist ebenso stadtzerstörerisch wie der eines herkömmlichen Pkw. Vor allem wird beim E-Pkw die Problematik "peak oil" ergänzt um die Problematiken mit anderen knappen Rohstoffen wie Lithium, Kobalt und Kupfer.
Der Referent sieht in den Elektroautos eine Sackgasse. Er analysiert die Euphorie für Elektromobilität auch als logische Folge der aktuellen Konkurrenz in der Weltautobranche: Die aufsteigenden chinesischen Autokonzerne wollen damit an die Weltspitze rollen (und für die Deckung des Strombedarfs mehr als 30 neue AKW bauen!). Die westlichen Autokonzerne sind vom chinesischen Markt abhängig.
Der Referent entwickelt die Konzeption einer alternativen Verkehrsorganisation. In dieser stehen der nichtmotorisierte Verkehr (zu Fuß gehen, Fahrrad fahren), Tram, S-Bahn und die Bahn im Zentrum. Wolf widerlegt dabei die klassischen drei Totschlagargumente: Diese Alternative ist erstens finanzierbar (und kostet wesentlich weniger als eine gesteigerte Autogesellschaft). Sie schafft zweitens Millionen neue, gesellschaftlich sinnvolle Arbeitsplätze. Dafür lassen sich drittens Mehrheiten finden. Richtig ist – und das schrieb der Referent lange bevor der Juso-Vorsitzende Vergleichbares in die Debatte einbrachte –: Die Macht der Autokonzerne ist so groß und die zerstörerische Dynamik, der sie folgen, so mächtig, dass eine Vergesellschaftung der Autoindustrie auf der Tagesordnung steht.
Es geht immerhin um die Zukunft des Planeten. "ALL days for future"  oder auch: DGB – Die Ganze Bäckerei steht auf der Tagesordnung!

Weitere Informationen finden Sie hier.

MEHR ANZEIGEN
Zu Ihrem Kalender hinzufügen
Weitere Termine:

Für:
Erwachsene

Kosten:
3,- € | ermäßigt 1,50 €


Wo findet es statt?

Anbieter:
Helle Panke e.V., veröffentlicht durch die Redaktion des Umweltkalenders Berlin

Kooperationspartner:
"Nord-Licht e.V." Kultur- und Bildungsverein

Treffpunkt:
Pankow, Berliner Str. 24, 13127 Berlin, Nachbarschaftszentrum "Amtshaus Buchholz"

Anfahrt:
Blankenfelder Str. (Tram 50, Bus 154)

VBB fahrinfo
Von
Nach
Am   Um 
 

Weitere Veranstaltungen des Anbieters

Das könnte Sie auch interessieren