Berlin - Stadt der Wildbienen und anderen Bestäuber

(© Kathy2408, CC0, Pixabay)

Wildbienen gehören zusammen mit den Schmetterlingen zu den wichtigsten Bestäubern. In Berlin leben mehr als 300 Wildbienenarten, von denen etwa die Hälfte als gefährdet gelten.

Anders als Honigbienen sind einige Wildbienen auf eine oder wenige Pflanzen spezialisiert und fast alle Wildbienen leben einzeln. Als Nistplatz dienen den Wildbienen Altholz, Pflanzenstängel, offene Bodenstellen, Mauerfugen steile Sand- oder Lehmwände und sogar leere Schneckenhäuser.

Wir stellen Ihnen hier einige der zahlreichen Möglichkeiten vor, Wildbienen und andere Bestäuber in Berlin zu beobachten oder zu Ihrem Schutz beizutragen.

Ganz ungezwungen kann man sich über das kleine Getier beim Straßenkunst- und Umweltfestival in der ufaFabrik informieren.

Alle, die Fläche zum Gärtnern haben, sind aufgerufen, diese naturnah und insektenfreundlich zu gestalten. Denn jede Fläche hilft! Wer wissen will, wie das geht, kann bei den Gartenfreunden Kurse belegen. Sie beantworten Fragen wie "Welche heimischen Pflanzen verwende ich und warum?" und "Was ist beim Saatgut zu beachten?"

Die richtigen Pflanzen und Beratung finden Sie beim Staudenmarkt im Botanischen Garten. Wie schon seit 20 Jahren dreht sich alles um naturnahe Pflanzen zum Erhalt der biologischen Vielfalt. BUND und andere Naturschutzvereine sind auch dabei und für Kinderbetreuung ist gesorgt.

Individuelle und persönliche Beratung finden Sie auch immer bei der Grünen Liga. Mit dem Projekt "Bestäubend schön Berlin – Begrünen für Wildbienen und Co." soll der Beitrag, den alle für den Erhalt der Artenvielfalt leistet können, vermittelt werden. Auch hier finden sich immer Tipps und Tricks; online oder persönlich. Wer es dann schon drauf hat, kann sich am Wettbewerb für bestäuberfreundliche und naturnahe Begrünungsprojekte beteiligen.

Ähnliches bietet auch die Ökolaube des Freilandlabor Britz. Jeden Samstag von Mai bis Oktober stehen die Türen offen für Fragen oder nur zum Erkunden. Beratungen, Vorträge und Seminare können angefragt werden.

Und wer sich ganz ohne Verpflichtung auf die Pirsch nach den vielen Insektenarten begeben will, kann das auf dem Tempelhofer Feld, im Kienbergpark, im Schöneberger Südgelande und im Botanischen Garten tun. Sie alle beherbergen eine Insektendiversität, die entdeckt werden will. Aber bitte nicht stören!

Übrigens werden die schönsten Fotos von Wildbienen, Schmetterlingen und/oder Käfern von der Stiftung Naturschutz Berlin mit bis zu 500,- € prämiert. Alle Informationen dazu finden sie unten.

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