Unterwegs mit Derk Ehlert

Folge 11: Tierisch was los – Derk Ehlert entdeckt die Mitte Berlins

(© Stiftung Naturschutz Berlin)

Auf den ersten Blick findet sich in der Stadtmitte viel Stein, viel Beton und wenig Grün. Nimmt man sich jedoch die Zeit und sieht und hört etwas genauer hin, lässt sich plötzlich ganz viel tierisches Leben entdecken. „Ich lade Sie ein auf einen kleinen Spaziergang um den Neptunbrunnen herum. Sie werden staunen, was hier so passiert!“, verspricht der Wildtierexperte Derk Ehlert.

Direkt am Roten Rathaus wartet eine tierische Rarität. Hier leben Wanderfalken. Direkt neben der Turmuhr brütet jedes Jahr ein Pärchen. Das Nahrungsangebot am Alexanderplatz lockt auch größere Gruppen von Haus- und Feldsperlingen an den Neptunbrunnen, wo sie im Gemäuer der Marienkirche nisten. Auch den Staren gefällt der üppige Imbiss am Alex so gut, dass sie mittlerweile ganzjährig hierbleiben und nicht mehr zum Überwintern in den fernen Süden fliegen. Am Boden hat sich ein Fuchs hinter einem Bauzaun häuslich eingerichtet. Von hier aus macht er sich auf nächtliche Streifzüge durch die Stadtmitte.

Vor Tauben geht Derk Ehlert auf die Knie: „Wunderschöne Tiere, denen wir viel zu wenig Beachtung schenken!“ Dabei währt das Bündnis zwischen Mensch und Taube bereits seit 7000 Jahren. „Als es noch keine E-Mails gab, war der Postweg per Taube die schnellste Möglichkeit, um Informationen von A nach B zu bringen. Tauben haben zudem einen ausgeprägten Familiensinn“, bekräftigt Ehlert seine Liebe zur Stadttaube. 

Der Neptunbrunnen überrascht als tierischer Hotspot. Wer hätte das gedacht? So viel Natur, so viel Vielfalt wartet hier zu jeder Tages- und Jahreszeit darauf, entdeckt zu werden – und das mitten in der Stadt!

 

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