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In der Weltwirtschaft verdrängen Unsicherheiten, Machtspiele und Marktmanipulation alte Regeln und Verlässlichkeiten. Heute sind Bündnisse fragiler, Interessen dominanter und Abhängigkeiten sichtbarer. Das stärkt den Wunsch nach Unabhängigkeit, besonders in Deutschland und Europa. Deutschland hat wie kaum ein anderes Land jahrzehntelang von offenen Märkten profitiert. In dieser Zeit wurden jedoch resiliente Lieferketten, strategische Industriepolitik und vor allem die Souveränität in neuen Schlüsselindustrien vernachlässigt. Sind die aktuellen Krisen der Anlass, Deutschland als Teil der europäischen Wirtschaft wieder ökonomisch unabhängiger zu machen? Und inwiefern ist das überhaupt wünschenswert?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Grünen Wirtschaftstags 2026 der hbs in Kooperation mit der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Uns beschäftigt die Suche nach einem neuen Gleichgewicht: zwischen globaler Vernetzung und europäischer Unabhängigkeit, zwischen wirtschaftlicher Effizienz und strategischer Souveränität. Es wird diskutiert, welche Rolle Europa künftig zwischen den Machtzentren USA und China einnehmen kann und wie sich der deutsche Mittelstand in diesem Spannungsfeld neu positionieren muss.
In Onlineforen ab 13 Uhr und vor Ort ab 18:30 Uhr setzen wir uns am 02. Juli mit verschiedenen (Un-)Abhängigkeiten auseinander. In all unseren Formaten laden wir interdisziplinäre Expert*innen aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft ein, miteinander zukunftsgerichtete Ideen und Handlungsoptionen zu diskutieren.