Breitflügelfledermaus und Ultraschallrufe (© Martin Schuetz)
Einige Fledermausarten lassen sich anhand ihrer Ultraschallrufe eindeutig identifizieren. Die bioakustische Artbestimmung – also die Analyse von Lautäußerungen im Ultraschall- und Normalbereich ist daher eine zentrale Methode, um das Vorkommen und die Gefährdung von Fledermäusen zu erfassen. Sie findet breite Anwendung im Naturschutz und in der Umweltplanung.
In diesem praxisorientierten Kurs erhältst du eine Einführung in die faszinierende Welt der Fledermäuse und in die Grundlagen der bioakustischen Analyse. Nach einer theoretischen Einführung begeben wir uns in den nächtlichen Spreepark, den Plänterwald und an die Spree, um die Detektorarbeit zu üben. Dabei kommen auch Daueraufzeichnungsgeräte zum Einsatz.
Am zweiten Seminartag werden die aufgenommen Rufe mit Hilfe der Referent*innen ausgewertet. Während des Seminars werden auch auf Chancen und Probleme der eingesetzten Technik eingegangen sowie die Grenzen der Artanalyse aufgezeigt und besprochen.
Wir arbeiten in dem Seminar schwerpunktmäßig mit den Batlogger-Geräten und der kostenlosen Software Batexplorer. Ultraschalldetektoren sowie Laptops zur Analyse sind selbst mitzubringen. Einige wenige Ultraschalldetektoren können nachvorheriger Absprache ggf. gestellt werden. Hierzu bitte die Informationen auf der verlinkten Anmeldeseite lesen.
Der Kurs richtet sich an Personen, die bereits grundlegende Kenntnisse über Fledermäuse und idealerweise Erfahrung mit der Arbeit mit Fledermäusen besitzen und Grundkenntnisse in der Rufanalyse erhalten oder ausbauen möchten (z.B. Studierende, ehrenamtlicher oder hauptamtlicher Naturschutz, Planungs- und Gutachterbüros).
Das Seminar findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Spreepark statt. Die Veranstaltungen erstrecken sich jeweils in die Nachtstunden. Eine Teilnahme wird nur empfohlen, wenn an beiden Terminen teilgenommen werden kann.