Unterwegs mit Derk Ehlert

Folge 19: Winterspaziergang am Müggelsee

(© Stiftung Naturschutz Berlin)

Immer am Wasser entlang mit Blick auf die abwechslungsreiche Landschaft und auf der Suche nach Besonderheiten der Berliner Stadtnatur: Begleiten Sie den Wildtierexperten Derk Ehlert auf seiner Tour am Müggelsee vom Spreetunnel zum Ausflugslokal Rübezahl. 
Ehlert lässt den Blick durchs Fernglas über die leicht vom Wind aufgefächerte Seeoberfläche gleiten und neben unzähligen Wasservögeln, die hier teils als Wintergäste rasten oder ganzjährig leben, entdeckt er ein weiteres Highlight des Müggelsees: den Biber. Nicht das Tier selbst, aber seine Spuren, die sich gut sichtbar am Ufer verteilen. „Äste, die der Biber angeschnitten hat, zieht er zu seinem Bau, den man bequem vom Weg aus beobachten kann. Wo gibt es das?“ freut sich der Wildtierexperte über so viel hautnahe Stadtnatur.
Nebenbei verrät Derk Ehlert, welche Bedeutung der Müggelsee als Trinkwasserquelle für Berlin hat und warum sich die Blätter der Laubbäume im Herbst verfärben.
Am Ausflugslokal Rübezahl hat man vom großen Steg aus einen guten Ausblick auf den gesamten See: Haubentaucher, Kormorane, Gänsesäger und viele verschiedene Möwenarten, die ihre Kreise über den See ziehen. Doch der Meister der Lüfte am Müggelsee ist ein anderes Wildtier, das es nach Berlin geschafft hat. Mit über 2,40 Meter Flügelspannweite zählt der Seeadler zu den größten Greifvögeln Mitteleuropas. Er brütet ganz in der Nähe und nutzt den Müggelsee als Nahrungsraum. Gut erkennbar ist er als „fliegendes Brett“, wenn er mit seinen breiten Schwingen und dem vorgestreckten Hals im Einklang mit der Thermik über den See segelt. Ein untrügliches Indiz, dass ein Seeadler in der Nähe ist: Wenn andere Vögel wie die Stockenten nervös werden. Dann, so der Tipp des Wildtierexperten Ehlert, lohnt sich ein Blick in den Himmel auf der Suche nach einem hungrigen Seeadler.

  

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