Rüttelnder Turmfalke, weiblich, Tempelhofer Feld (© Theodor Koch)

Freitag, 02. Oktober 2026
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16:00 - 19:00 Uhr

Es ist nicht nur die Feldlerche, was das Tempelhofer Feld so wertvoll mach

Warum sie auf eine große offene Feldflur angewiesen sind
Führung
Tempelhof-Schöneberg
Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien
Interessierte, Einsteiger*innen, Fortgeschrittene

Die auf dem Tempelhofer Feld stets nach Nahrung suchenden Turmfalken sind ein für jedermann sichtbarer und spektakulärer Ausdruck des einzigartigen Lebensraumes Tempelhofer Feld. Im Gegensatz zu Feldlerchen, die nur von Februar bis November hier sind, sind sie ganzjährig das Symbol für diese sehr erhaltenswerte Offenlandschaft mit einem ganz besonderen Ökosystem. Turmfalken sind im Laufe der Evolution in Steppen-, Wüsten- und Halbwüstenlandschaften entstanden, in denen Bäume keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dadurch ist der für Turmfalken so charakteristische Rüttelflug entstanden, weil es eben in ihren Revieren kaum Bäume gab, von denen aus sie ihrer Beute hätten auflauern können. Turmfalken benötigen eine Offenlandschaft mit wenigen Ansitzwarten. Unter schattigen Bäumen könnten sich auch nicht die Nahrungstiere der Turmfalken entwickeln, man denke da nur an das große grüne Heupferd, an Eidechsen oder an die Feldmaus. Würde die Fläche der freien Landschaft reduziert werden, dann würde auch die Population der für das Tempelhofer Feld so charakteristischen Turmfalken zurückgehen. Einmalig ist, und das ist ein großer Glücksfall, dass sich im Herzen der Weltstadt Berlin ein größeres "Wildnis“-Gelände erhalten hat, auf dem die natürliche Entwicklung von Flora und Fauna in der Vergangenheit bis zur Gegenwart so einzigartig stattgefunden hat. Hier wurden, seit die landwirtschaftliche Nutzung im 18. Jahrhundert aufgegeben wurde, die ausgedehnten Wiesenflächen und ihre ökologische Vielfalt weder durch Kunstdünger noch durch Pestizide noch durch Pflügen in landwirtschaftliche Kultursteppe umgewandelt. Auch ist das Tempelhofer Feld ein Musterbeispiel dafür, wie sich trotz jahrelangen Flugbetriebes, trotz Erdaufschüttungen, trotz Abgas-, Feinstaub- und Flugbenzinbelastung, eine so artenreiche Tier- und Pflanzengemeinschaft erhalten konnte. Es kommen hier viele seltene Pflanzen (z. B. Grasnelke), Pilze (z. B. Lilastieliger Rötelritterling), Insekten (z. B. Hauhechel-Bläuling), Reptilien (Zauneidechse) und seltene Säugetierarten (Igel) vor. Vögel, die als Nahrungsgäste auf das Tempelhofer Feld angewiesen sind, sind auch gute und auffällige Zeigerarten für ökologische Vielfalt. Deshalb gibt es bei dieser Führung auch Ausführungen über die Gastvogelarten, von denen wir nur wenige bei  dieser Tour wirklich auch beobachten können.  Dazu gehören neben den häufigen Nebelkrähen, Elstern, Mauerseglern, Rauch-, und Mehlwalben auch Grünspecht, Mäusebussard, Habicht, Sperber, Kolkrabe, Saatkrähe, Waldohreule, Uferschwalbe, sehr selten Wiedehopf, Kiebitz, Dohle, Sumpfohreule, Rotmilan oder Rohrweihe. 

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ANMELDUNG ERFORDERLICH
Kontaktperson:
Theodor Koch
015215962375
info@kiezfoto-berlin.de
www.kiezfoto-berlin.de
Die ersten 15 Anmeldungen werden berücksichtigt. Bei Anmeldungen weniger als 24 Stunden vor Beginn, bitte zusätzlich zur Email-Anmeldung Anruf an Telefon 0152 15962375

Weitere Termine:

Für:
Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien

Niveau:
Interessierte (kein Vorwissen nötig)
Einsteiger*innen (Grundlagenwissen erweitern)
Fortgeschrittene (vorhandene Artenkenntnis weiter vertiefen)

Leitung:
Theodor Koch

Kosten:
kostenfrei

Bitte mitbringen:
Fernglas. Haben Sie kein Fernglas, so vermerken Sie das bitte auf Ihrer E-Mail-Anmeldung. Dann wird Ihnen eines von 8 Ferngläsern (10x25) zur Verfügung gestellt.

Wo findet es statt?

Anbieter:
Kiezfoto-Berlin

Ort/Treffpunkt:
Tempelhof-Schöneberg, Tempelhofer Feld, Eingang Südwest, 12101 Berlin, gegenüber Ecke Hoeppnerstr./ Tempelh. Damm

Anfahrt:
S+U Tempelhof (S41, S42, S45, S46,U6, Bus 140, 184)

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