Hauptgebäude des IGB. (© Andy Küchenmeister)
Vernissage einer Ausstellung von Kristina Popov am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), direkt am Müggelsee gelegen. Mit Eröffnungsvortrag der IGB-Direktorin Prof. Sonja Jähnig über "Gewässer als Lebensräume". Anschließend Rundgang mit der Künstlerin, Getränke und Snacks.
Zur Ausstellung: Das Moor verwischt die Grenze zwischen Mensch und Natur und fordert uns auf, unsere Beziehungen und unseren potenziellen Austausch im posthumanen Zeitalter neu zu überdenken. “Hallo wie geht es dir“ ist eine künstlerische Intervention von Kristina Popov, die sich mit der Relevanz von Moorlandschaften als großen natürlichen CO2-Speicher und für den Erhalt der Biodiversität in Zeiten der Klima Krise auseinandersetzt. Auf einer kulturellen Erkundungsreise durch die Moorlandschaften Estlands bis Köpenick fragen sich Moor und Mensch wechselseitig nach ihrem Befinden und entdecken ihre symbiotische Verbindung wieder.
Zur Künstlerin: Kristina Popov ist eine in Berlin lebende bildende und interdisziplinäre Künstlerin, die derzeit einen Masterstudiengang im Fach „Art in Context“ an der Universität der Künste Berlin (UdK) absolviert. In ihren Arbeiten untersucht sie die Natur sowohl als Körper als auch als Lebensraum und bewegt sich dabei an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit. Mit dem Fokus auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur inmitten der Klimakrise sucht sie nach neuen Perspektiven und Modellen für ein gemeinsames Zusammenleben. Ihre künstlerische Praxis umfasst Fotografie, Keramik, Ton, Video, Installationen und ökologische Verflechtungen. Seit 2023 ist sie als Initiatorin und Projektleiterin für Projekte und Interventionen im öffentlichen Raum tätig und verfolgt dabei einen aktivistischen Ansatz in Bezug auf die Rechte der Natur. Popov hat kürzlich ein künstlerisches Forschungsprojekt zu Mooren in Estland abgeschlossen, das 2025/26 in zwei Einzelausstellungen, im Botanischem Garten der Universität Tartu und zuletzt in Naturkunde Museum Tartu zu sehen waren. https://kristinapopov.com/
Zur Kuratorin: Hannah Beck-Mannagetta ist eine in Berlin ansässige freiberufliche Kuratorin und Autorin mit Schwerpunkt auf interdisziplinären Ausstellungsprojekten und Kommunikationsformaten an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Insbesondere seit der internationalen Gruppenausstellung „ZERO WASTE“ (2020) im Museum der bildenden Künste in Leipzig, die in die engere Auswahl für den Culture4Climate-Preis 2024 kam, engagiert sie sich zudem als Mentorin und Referentin für einen ganzheitlichen Ansatz bei ökologisch und sozial nachhaltigen Ausstellungen sowie für den Wandel im Kultursektor. Im vergangenen Jahr kuratierte sie gemeinsam mit anderen die interdisziplinäre Gruppenausstellung „FABRIC VISIONS“ als Jahresausstellung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 im Esche-Museum in Limbach-Oberfrohna.