(© Foto: Vojtěch Veškrna)
Klimaangst ist weit verbreitet: Viele Menschen empfinden angesichts der globalen Umweltveränderungen Hilflosigkeit, Traurigkeit oder eine anhaltende Beunruhigung. In Deutschland sind es über 55,3 % der Menschen, die sich sehr oder extrem große Sorgen um das Klima machen – der höchste Wert in ganz Europa.
Wie können wir uns Klimaemotionen annähern, wenn sich der Klimawandel gleichzeitig unserem kognitiven Verständnis entzieht? Dr. Lea Luka Sikau, Sprecherin der AG Nachhaltigkeit der Jungen Akademie, gibt Einblicke in ihre künstlerische Forschung zu Klimaangst, Sound und Vibration. Zusammen mit Musiktherapeutinnen und Psychologinnen, sowie der Jungen Akademie, arbeitet sie unter anderem an Ausstellungen und neuen Opern zu diesem Thema.
Nach einem kurzen Impuls und anschließendem Austausch werden die Teilnehmenden selbst aktiv: Eigene Erfahrungen mit Klimaangst werden in eine künstlerische Form gebracht und Perspektiven gewechselt. Dafür werden Übungen aus der spekulativen Fiktion genutzt und mit Soundinseln gearbeitet.
Workshopleitung
-> Dr. Lea Luka Sikau, Künstlerin, Mezzosopran und Soundwissenschaftlerin, arbeitet an der Schnittstelle von Ökologie, Oper und Medienkunst. Sie promovierte an der University of Cambridge und war Fellow an der Harvard University. Für ihre Forschung wurde sie mit dem Bayerischen Kulturpreis ausgezeichnet. Sie arbeitete unter anderem mit Romeo Castellucci, Danielle Brathwaite-Shirley, Marina Abramović und Rimini Protokoll zusammen. Institutionen wie das Ars Electronica Festival, die Transmediale und die Climate Week NYC haben sie als Medienkünstlerin für Kunstinstallationen und Ausstellungen beauftragt. Am ZKM leitet sie den Soundbereich und kuratiert Musik und Klangkunst. Seit 2025 ist sie Mitglied der Jungen Akademie.
Teilnahmebedingungen: keine Vorkenntnisse erforderlich
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