Heckrind in den Falkenberger Rieselfeldern (© Stiftung Naturschutz Berlin / Ines Kortmann)
Die Landschaft zeigt Reste der damals rund um die Hauptstadt gelegenen Rieselfelder. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden dort mehr als 80 Jahre lang Abwässer aus der Berliner Innenstadt verrieselt. Ein kleiner Teil der Rieselfeldstrukturen ist bis heute erhalten geblieben und bietet vielen Tier-und Pflanzenarten einen besonderen Lebensraum mit Hecken, Gras- und Staudenflächen, Einzelgehölzen, und Kleingewässern. Die Falkenberger Rieselfelder sind 84,2 ha groß und stehen seit 1995 unter Naturschutz.
Viele Vogelarten profitieren von der Struktur der Landschaft, zum Beispiel Mäusebussarde, Grauammern und Feldlerchen. Auch für Amphibien hat das Gebiet eine herausragende Bedeutung. Neun von zwölf in Berlin vorkommenden Amphibienarten wurden dort nachgewiesen. Das Naturschutzgebiet wurde daher Bestandteil des europaweiten Schutzgebietssystems „Natura 2000“.
Auf den Falkenberger Rieselfeldern weidet eine speziell gezüchtete Rinderrasse, das Heckrind. Die Rinder ähneln in vielen Merkmalen dem ausgestorbenen Auerochsen. Das Beweiden mit Heckrindern dient dem Naturschutz und der Landschaftspflege. Die Freiflächen dieser Kulturlandschaft können so erhalten werden. Ohne Beweidung würden sie mit der Zeit mit Gehölzen zuwachsen.
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