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Der Rothirsch ist das größte dauerhaft in Deutschland lebende Landsäugetier. Am wohlsten fühlt er sich auf Wiesen und Feldern mit einzelnen Baumgruppen und Gehölzen. Hier kann er das Gelände gut überblicken. Weil ihm im Offenland aber ständig sein ärgster Feind begegnet – der Mensch –, zieht er sich in den Wald zurück. In diesem unfreiwilligen Exil wird er zum Landschaftsgestalter: Er frisst junge Triebe von Bäumen oder Rinde, bis zu 20 Kilogramm Pflanzenmasse pro Tag. Das kann zu Konflikten mit der Forstwirtschaft führen, hat aber auch positive Effekte: Rothirsche schaffen im Wald kleine Lichtungen, auf denen sonnenliebende Kräuter und Gräser wachsen und Schmetterlinge, Wildbienen und Waldameisen geeignete Lebensbedingungen finden.
Dr. Andreas Kinser, Wildtierbiologe und Leiter Natur- und Artenschutz bei der Deutschen Wildtier Stiftung, stellt im Webinar das Leben der Rothirsche vor. Er erklärt unter anderem, warum das Reh nicht die Frau vom Hirsch ist, und berichtet von den großen Herausforderungen, vor denen der Rothirsch in Deutschland steht. Im Anschluss an den Vortrag können Sie wie immer Fragen stellen.