Gelbspötter, fotografiert auf Tempelhofer Feld (© Theodor Koch)

Mittwoch, 08. Juli 2026
(Dieser Termin ist bereits abgelaufen.)

Tempelhofer Feld: Sogar der in Berlin seltene Gelbspötter brütet hier

Warum eine voll besonnte Heckenlandschaft mit einzelnen Bäumen für den Rotrückenwürger llebensnotwendig ist
Führung
Neukölln
Jugendliche, Erwachsene, Familien
Interessierte, Einsteiger*innen, Fortgeschrittene

Im Gegensatz zu Neuntöter, Dorngrasmücke und Sumpfrohrsänger, die in artenreichen Gebüschfluren unterschiedlicher Zusammensetzung ohne hohe Bäume vorkommen, benötigt der Gelbspötter dichtes Gestrüpp, höhere Büsche und einzelne höhere Bäume, die ihm als Singwarten dienen. Solche Lebensräume (Habitate) kommen auf dem Tempelhofer Feld nur an den Randgebieten vor, wie z.B. beim ehemaligen Schießplatz. Hier kann man im Mai/Juni den lauten Gesang des Gelbspötters, unermütlich vorgetragen von den Spitzen der hohen Robinien, hören. Dieser kleine Singvogel, nur halb so schwer wie ein Spatz, überwintert in Südostafrika, das er nach einer etwa 9000 km langen Reise erreicht. Das Tempelhofer Feld ist nicht nur für Wiesenbrüter wie Feldlerche, Wachtel und Grauammer von höchster Bedeutung, sondern auch für andere Heckenbrüter wie  Heckenbraunelle, Nachtigall und Sumpfrohrsänger. Eine  so großflächige Gebüschlandschaft, die sich in einzigartiger Vielfalt seit der Schließung des Flughafens durch  natürliche Samenausbreitung südlich vom Columbiadamm und vom Friedhof entwickelt hat, gibt es nirgendwo im innerstädtischen Bereich. Sogar Igel, Waldohreule und Grauschnäpper  kommen hier vor. Natürlich gibt es auch so häufige Arten wie Amsel, Haussperling, Star, Kohl- und Blaumeise, Stieglitz (Distelfink), Zilpzalp, Ringeltaube, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Nebelkrähe und Elster. Auch für durchziehende und rastende Vögel ist diese Gebüschlanschaft sehr wichtig. So konnte ich hier am "Alten Hafen" schon Wiedehopf, Sumpfohreule, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Baumpieper, Sperber, Habicht, Mäusebussard  und Wacholderdrossel beobachten. Es gibt auf dem Tempelhofer Feld viele seltene Pflanzen (z.B. Grasnelke), Pilze (z.B. Violetter Rötelritterling), Insekten (z.B. Hauhechel-Bläuling), Reptilien (Zauneidechse) und auch Säugetiere (Igel, Fuchs, Feldmaus), wobei im Gegensatz zu  anderen Tier- und Pflanzengruppen die hier vorkommenden sonstigen Kleinsäuger und Fledermäuse kaum erforscht sind. Vögel sind jedoch gute und auffällige Zeigerarten für ökologische Vielfalt. Deshalb widmen wir uns auf der Führung besonders den Vogelarten, die jetzt eventuell hier zu beobachten sind.  

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Warum Artenkenntnis wichtig ist
ANMELDUNG ERFORDERLICH
Kontaktperson:
Theodor Koch
015215962375
info@kiezfoto-berlin.de
www.kiezfoto-berlin.de
Die ersten 15 Anmeldungen werden berücksichtigt. Bei Anmeldungen weniger als 24 Stunden vor Beginn, bitte zusätzlich zur Email-Anmeldung telefonisch bei 015215962375 anmelden.

Für:
Jugendliche, Erwachsene, Familien

Niveau:
Interessierte (kein Vorwissen nötig)
Einsteiger*innen (Grundlagenwissen erweitern)
Fortgeschrittene (vorhandene Artenkenntnis weiter vertiefen)

Leitung:
Theodor Koch

Kosten:
kostenfrei

Bitte mitbringen:
Eigenes Fernglas. Wenn Sie kein Fernglas haben, geben Sie dies bitte in Ihrer Anmeldung an. Dann wird Ihnen eins von 10 kleinen Ferngläsern (10x25) zur Verfügung gestellt.

Wo findet es statt?

Anbieter:
Kiezfoto-Berlin

Ort/Treffpunkt:
Neukölln, Tempelhofer Feld, 10965 Berlin, Haupteingang Columbiadamm (70 Meter westlich der Moschee und der Bushaltestelle Friedhöfe Columbiadamm) dann nach Süden, am roten Info-Pavillon nach 300 m

Anfahrt:
Bushaltestelle Friedhöfe Columbiadamm, bzw Columbiadamm/Friessenstraße (Bus M43, 248) + 10 Min. Fußweg (Haltestelle Friedhöfe/Columbiadamm wird eventuell bis auf Weiteres nicht bedient)

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