(© Stephan Röhl)
Die Debatte um das „Heizungsgesetz“ wurde emotional geführt und hatte widersprüchliche Effekte. Zum einen wurde die Wärmepumpe 2025 zur meistverkauften Heizungsart in Deutschland. Zum anderen verschärfte die Art, wie die Debatte geführt wurde, die politische Spaltung in Bezug auf das Thema Klimaschutz. Nun soll das „Heizungsgesetz“ zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) werden: Die 65%-Regel für den Anteil erneuerbarer Energien bei der Heizungserneuerung soll abgeschafft werden, dafür sieht es einen zunehmenden Anteil grüner Gase in den Erdgasnetzen vor. Mieter- und Verbraucherschutzorganisationen befürchten Kostenfallen, Umweltverbände beklagen eine Verschärfung der ohnehin bestehenden Klimaschutzlücke. Wirtschaftsforschungsinstitute verweisen auf zu knappe grüne Gase. Das Gesetz soll bis zum 1. Juli in Kraft treten.
Wir legen in dieser Veranstaltung den Schwerpunkt auf die Ökonomie der Wärmewende: Welche Auswirkungen kann das Gebäudemodernisierungsgesetz, auf die Bezahlbarkeit des Heizens haben? Sind mehr grüne Gase im Wärmesektor realistisch, welche Auswirkungen würde dies auf andere Wirtschaftszweige haben? Wie würde sich ein solches GModG generell auf Investitionen in Wärmenetze oder Wärmepumpen auswirken? Wie kann ein bezahlbarer und erneuerbarer Umbau der Wärmeversorgung aufrecht erhalten werden?
Diskussion:
Prof. Dr. Marc Hansmann, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur, Enercity AG, Hannover
Dr. Ralph Henger, Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln
Florian Becker, Bundesdirektor Deutscher Mieterbund e.V.
Ann-Kathrin Schenk, Leiterin der Policy Unit, Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
Begrüßung: Jan Philipp Albrecht, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
Moderation: Sabine Drewes, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung, Heinrich-Böll-Stiftung