Naturschutzturm Berliner Nordrand

Deutsche Waldjugend der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Naturschutzturm Berliner Nordrand e.V.

(03303) 50 98 44

naturschutzturm.de

Adresse
Deutsche Waldjugend, Glienicker Str.

16562 Hohen Neuendorf

Anfahrt
S-Bahnhof Hohen Neuendorf: S1 oder S8 und etwa 30 Minuten Fußweg oder Bushaltestelle Hubertusweg (Berlin-Frohnau): Bus 125 und etwa zehn Minuten Fußweg durch den Wald.

Der Naturschutzturm ist einer der vier an ihrem Originalstandort verbliebenen DDR-Grenztürme, von denen einst 302 West-Berlin umgaben. Er liegt im früheren Grenzstreifen zwischen Berlin-Frohnau und dem Hohen Neuendorfer Ortsteil Bergfelde. Heute wird der Turm und das umliegende Gelände von der Deutschen Waldjugend für die Naturschutzarbeit mit Jugendlichen und Schulklassen genutzt. Bereits im Juni 1990, noch vor der deutschen Wiedervereinigung, haben Jugendliche aus Berlin und Brandenburg begonnen, den ehemaligen Grenzturm in einen Naturschutzturm für Kinder und Jugendliche umzuwandeln. In den ersten Jahren stand die Wiederaufforstung des Grenzstreifens an erster Stelle. Im Laufe der Jahre wurden mehr als 80.000 Bäume gepflanzt.

Heute bietet der Naturschutzturm eine Vielzahl von Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Die auf der Freifläche um den Turm angelegten Biotope sind beispielhaft für die märkische Landschaft und sie bieten eine Vielfalt von Möglichkeiten, Biologie und Natur zum Anfassen zu erleben. Viele Schulen der Umgebung nutzen das „Klassenzimmer im Grünen“ für biologische oder geschichtliche Projekttage. Regelmäßig werden kleine Wanderungen und Führungen in das Landschaftsschutzgebiet Treugraben, zum Harthamoor, in die Heide oder zum Hubertussee angeboten. Das Areal ist Treffpunkt der Deutschen Waldjugend sowie einer Gruppe junger Imker. In Absprache mit der Forstverwaltung aus Berlin und Brandenburg betreuen die Waldläufer auch die nähere Umgebung um das Gelände. Im Wald werden einfache Pflegearbeiten durchgeführt, Schutzabsperrungen gebaut oder repariert.

Frisch vermählte Paare können einen Hochzeitsbaum pflanzen. Der ehemalige Grenzturm mit Bunker wurde 2009 in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen.